Erfolg beginnt im Kopf

Diesen Spruch haben viele von uns schon oft gehört.

Was verbirgt sich dahinter?

Was hat das mit mir zu tun?

Oder konkreter: Wie bin ich im Kopf erfolgreich und wann merke ich, dass dieser Erfolg sich auf mein Handeln auswirkt?

Versprechen der Medienwelt, wie wir schnell und einfach Erfolg haben, sind allgegenwärtig. Wir werden überschwemmt mit Ratgebern a la „Erfolgreich über Nacht“. Auch verheißungsvolle Werbespots lassen uns glauben, dass „Verhandlungssicheres Englisch in nur 3 Wochen“ oder „Abnehmen im Schlaf“ möglich ist.

Die Realität scheint mir eher die Konsistenz von gefrorenem Erdbeerparfait zu haben

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Bei mir sieht die Wirklichkeit etwas anders aus. Wenn ich mich beispielsweise auf meine nächste Rede vorbereite, brauche ich erstmal 5-10 min um in „Stimmung“ zu kommen und einen Tee. Ich laufe dann auch noch einige Male durch die Wohnung, wechsele die Arbeitsplätze – ich brauche Bewegung damit die Gedanken frei fließen können. Mal eben schnell und einfach eine Rede schreiben, das funktioniert nicht. Zumindest nicht bei mir.

Eine Rede zu schreiben, bedeutet ein „Projekt“ zu planen und umzusetzen.

Das klingt gewaltig. Ist es auch, wenn ich als leidenschaftlicher Nutzer von Fastfoodlieferservices zum Geburtstag meiner Mutter ein 3-Gängemenü zubereiten wollte.

Im Falle meiner Rede reichen Zeit (in Form von Muße), Übung (macht den Meister, siehe ) und mentale Strategien (Ich bleibe solange sitzen, bis Thema und Gliederung meiner Rede feststehen; lasse mich nicht vom Wäschewaschen, Weihnachtsgeschenkekaufen oder Kekse essen ablenken).

Fest steht – und das ist nichts Neues -, dass letztlich unser Denken darüber entscheidet, ob wir erfolgreich sind.

Wenn wir das einmal verinnerlicht und umgesetzt haben, kann es leicht zu einem Automatismus werden.

Dafür braucht es zuerst eine bewusste Entscheidung.

„Ich schreibe an diesem Dienstagnachmittag eine Rede!“

Dann kommt auch schon der zweite und letzte Schritt.

„Das Handy ist aus, die Lasagne fürs Abendessen ist vorbereitet (Wie ich mich darauf freue!) und die Wäsche hab’ ich gestern schon gewaschen.“

Um erfolgreich zu sein braucht es keine Lasagne. Um erfolgreich zu sein, braucht es vor allem drei mentale Strategien: mentale Stärke, Motivation und Antrieb.

In dem ich das Handy ausschalte, zeige ich mentale Stärke – Ich lasse mich jetzt von niemandem stören, auch wenn mir belangloses Rumgechatte über Whatsapp viel lieber wäre.

In dem ich die Lasagne fürs Abendessen vorbereitet habe, motiviere ich mich. Es ist ein alter Kniff, den schon meine Mutter kannte: “Wenn du eine unliebsame Aufgabe erledigt hast, bekommst du eine Belohnung.” Belohnungen funktionieren immer. Ich könnte sagen, ich trickse mich damit selber aus. Das hört sich negativ an. „Ich motiviere mich“ klingt hingegen selbstreflektiert. …und funktioniert.

In dem ich die Wäsche schon am Vortag erledigt habe, treibe ich mich an. Ich konnte bereits die ersten vorbereitenden Schritte, um meine Rede zu schreiben, erfolgreich abschließen. Dieser Erfolg gibt mir Antrieb, dass ich mein gesetztes Ziel auch bis zum Ende durchziehe – oder durchsitze.

Sich eigene Ziele setzen und aus eigenem Antrieb erreichen ist aus Sicht vieler Wissenschaftler der Schlüssel zum Erfolg.

Sportler, Mütter oder Studenten: alle benötigen mentale Strategien um Prüfungen, Verkaufsgespräche oder Präsentationen bestehen zu können. Es geht darum die Dinge ins Laufen zu bringen. Vielleicht fliegen wir erst ein paar Mal ordentlich in den Dreck, schlagen uns ein Knie auf und essen zum Trost zu viel Eis.

Jeder muss seine eigene mentale Stärke, Motivation und Antrieb erst entwickeln.

Es gibt keinen Bausatz im Bastelladen, keine unisex-Größe wie bei Schals und die Anleitungen in Ratgeberzeitschriften sind meist zu unkonkret (Hören Sie einfach auf mit dem Rauchen! Alles klar – und wie? Welche Gefühle muss ich aushalten und wie kann ich eine Ersatzhandlung erlernen?)

„Erfolg im Kopf beginnen“ muss sich erst entwickeln.

Jeder kennt das z.B. vom Fahrradfahren oder abnehmen. Je öfter wir eine Sache wiederholen, Fehler bewusst wahrnehmen und unser Verhalten oder unsere Denkweise anpassen, desto näher kommen wir unserem Ziel. Wir entwickeln damit eine mentale Methode zur Zielerreichung, die genau für uns passt.

Wir sind in der Tat erfolgreich, weil wir es zuerst im Kopf sind.

Wollen wir ein kleines (eine Rede schreiben) oder großes (in eine andere Stadt ziehen) Ziel erreichen, geht es zuerst einmal nur darum, sich auf den Weg zu machen. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt im Kopf.

Ich habe mich bewusst für diesen Blogeintrag entschieden. Ich habe mentale Stärke bewiesen, mich motiviert und angetrieben. Mein Ziel ist erreicht. Ich hoffe, du hattest Erkenntnisse und Spaß beim Lesen.

 

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